No vale sufrir (Leiden lohnt sich nicht)

TEXT UND MUSIK Iguana
ARRANGEMENTS Iguana

Leiden lohnt sich nicht.

Wenn du schon so viel gesprochen hast und immer nur hier geblieben bist,
und grinst und fühlst, dass alles, was du gemacht hast, etwas Menschliches war.
Diese ganze illusorische Träumerei endet in einer riesigen Hoffnung,
die deine Seele nicht loslassen will.

Sag mir, was du fühlst,
sag es mir zärtlich und so gelangst du mitten in mein Herz.

Hass zu fühlen bringt nichts,
dein Leben kannst du nur leben frei von Zorn.

Tanz, vergiss deinen Schmerz
lass mich dich mit diesem Lied umarmen-höre mir zu, Baby.
Feuer strömt durch deine Adern,
diesen Hass, der dich zerstört und dir nichts bringt,
gibt es nicht mehr.

...Leiden lohnt sich nicht!...

Sombras (Schatten)

TEXT UND MUSIK Gabriel Espinoza A.
ARRANGEMENTS Iguana

Vier Menschen am Bahnhof
kein Geld und keine Richtung
im Morgengrauen angekommen
ohne Visum, Papiere und Alibi.
Doch wer etwas erreichen will im Leben,
der opfert eben.

Acht Menschen, ein Zimmer
ein Ofen, ein Traum,
dass nach tausend Schichten
die Schulden bezahlt sein werden.
Wer etwas erreichen will im Leben,
der opfert eben.

Dreißig Menschen, ein Boot,
ausdruckslose Gesichter
die Haut von Sonne rissig,
der Rücken schweißnass.
Doch wer etwas erreichen will im Leben,
der opfert eben.

Schwarze Schatten verlassen die Heimat,
fliegen, fahren, kriechen, verschwinden,
zittern, fliehen, hocken, enteilen.
gefangen, verzeichnet und ausgewiesen.

Scharen von Menschen im Abschiebelager,
die zurückgeschickt werden,
sind Beute der Razzien
in Murcia, Madrid und Granada.
Doch wer etwas erreichen will im Leben,
der opfert eben.

Schwarze Schatten, hinauf und hinunter,
sähen, ernten, schwitzen, schaffen,
suchen, lernen, kämpfen, schleppen,
leiden, lachen, haben Heimweh.

Schwarze Schatten hassen, lieben,
helfen, stehlen, träumen, lügen,
gewinnen, verlieren, begehren, verbinden,
versagen, verfluchen, heimwärts sich wenden.

„Lirón Lirón“ woher kommen all die Leute?
Aus ihren elenden Dörfern
Und wie kamen sie hier herein?
Sie schlüpfen durch den Zaun.
Wir nehmen sie fest!
Wir knallen sie ab.

Denn hier herrscht Recht und Ordnung
hier kommen sie nicht durch.
Wir setzen sie in der Wüste aus.




Lunita (Kleiner Mond)


TEXT UND MUSIK Andrés Pinzón
ARRANGEMENTS Iguana

Gesang von tausend Lieben
ist ein Gesang von tausend Farben,
die in meinem Herz blühen,
wenn ich mich zu dir lege.

Gesang von tausend Schmerzen
ist ein Gesang von meinen Ängsten,
die mein Brust erdrücken,
wenn du weit weg von mir bist.

Kleiner silberner Mond,
Mond, umarme mich.



Coyote  (Der Schleuser)

TEXT UND MUSIK Gabriel Espinoza A.
ARRANGEMENTS Iguana

Vor Sonnenaufgang
den Koffer unterm Arm,
ziehe ich los Berge, Flüsse und Grenzen zu überqueren,
diese ewige Krise auf Nimmerwiedersehen hinter mir zu lassen.

Nächtelang im Lastwagen
eingequetscht zwischen Kartons.
Wir sind zwanzig Leute vom Land
und ein Mistkerl,
der versprochen hat
uns ohne Kontrolle in den Norden zu bringen.

Es heißt, dass anderswo
das Leben auf einem Silbertablett serviert wird.
Da bleibe ich doch nicht hier.
Ich zieh nach Norden meinem Glück entgegen.

Wach auf!
Lass dir von einem Coyoten nichts erzählen.
Er kocht dich weich – auf kleiner Flamme
und flüstert dir ein,
dass du es in den Norden schaffst.

Zwanzig Tage lang
aus der Dose essen und nicht schlafen.
Ich denke an die drei Kinder, die ich zurückgelassen habe
und an den Schuldenberg.

Noch ein Tag auf den Beinen.
Mein Magen blieb an Bord,
wie der eine, den wir kurz betrauert haben.
Mit ein bisschen Glück bin ich morgen da.

Es heißt, das anderswo
das Leben auf einem Silbertablett serviert wird.
Da bleibe ich doch nicht hier.
Ich zieh nach Norden meinem Glück entgegen.

Es heißt, dass anderswo
das Leben auf einem Silbertablett serviert wird...
Um mich herum nur Wüste
Patrouillen, Sirenen,
die Hunde sind hinter mir her.
Ich schlage im Ziel auf.
Ich bin im Norden meinem Glück begegnet.